24.08.2017

FGB liefert High-End Hexapod an TU Delft

Einmal mehr wurde im Hause FGB hochrangiger, internationaler Besuch empfangen. Die Geschäftsleitung der Fertigungsgerätebau A. Steinbach GmbH & Co. KG (FGB) begrüßte vom 21.-23.08.2017 am Standort Salz die älteste und renommierteste Hochschule der Niederlande, die Technische Universität Delft. Die Delegation der Hochschule wurde angeführt von Prof. Dr. Kaminski, Fakultät für Maschinenbau, Fachbereich Marinetechnik und Materialwissenschaften und war bei FGB vor Ort, um einen weltweit einzigartigen Hexapod abzunehmen, bevor er dann im Laufe des Jahres an der TU Delft aufgestellt und wieder in Betrieb genommen wird.

Der Hexapod ist die neueste Entwicklung aus dem Hause FGB auf dem Gebiet der multiaxialen servohydraulischen Prüfsysteme. Bereits zum dritten Mal baut FGB damit einen Hexapoden, der im universitären Umfeld der Grundlagenforschung dient. Gleichzeitig erweitert diese Anlage mit ihrem Leergewicht von 63Tonnen die FGB-Hexapoden-Baureihen weit nach oben.

Das Anwendungsgebiet beim Kunden aus den Niederlanden wird die bruchmechanische Untersuchung von Marinestrukturen sein.

Meeresbauwerke und Schiffe müssen auf See großen Belastungen und ständig wechselnden Wetterbedingungen und Gezeiten über sehr lange Zeiträume hinweg standhalten. Dabei sollen die Einrichtungen immer langlebiger, größer und leistungsfähiger werden. Die Ansprüche an die Marinestrukturen wachsen somit stetig. Der Einsatz von hochmodernen, innovativen Technologien zur Erforschung und Prüfung der eingesetzten Bauteile ist deshalb nötig, um deren Widerstandskraft und Lebensdauer weiter zu optimieren.

Hexapod testet Marinestrukturen

Diesem Zweck dient der neue Hexapod der Fakultät Marinetechnik. Diese Prüfanlage ermöglicht es einen entsprechenden Strukturprüfling simultan in bis zu 6 Belastungsrichtungen (X, Y, Z und um jede dieser Achsen) zu belasten, sowohl weg- oder auch kraftgeregelt. Der Hexapod, den FGB eigens für die außergewöhnlichen Ansprüche der TU Delft entwickelt hat, kann dabei Prüflasten von bis zu 1000kN (100Tonnen) und die entsprechenden Momente von bis zu 1000kNm bei einer Belastungsfrequenz von bis zu 30Hz auf den jeweiligen Prüfling aufbringen.

Die Fakultät Marinetechnik der TU Delft, eine der führenden Institutionen weltweit auf dem Gebiet der Forschung und Ausbildung im Bereich Schiffs- und Offshore-Strukturen, verspricht sich von der Anwendung des Hexapods neue Erkenntnisse hinsichtlich der Formbeständigkeit und Langlebigkeit von entsprechenden Einrichtungen und eine Ausweitung deren Grenzen hinsichtlich Material, Verbindungen und Strukturen.

Seitens FGB stellt das Projekt einen weiteren wichtigen Meilenstein dar, was die Zusammenarbeit mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen aber auch industriellen Anwendern in diesem Bereich betrifft. Das Sälzer Unternehmen mit seinen 170 Mitarbeitern, baut als Teil der steinbachgruppe seit mehr als 40 Jahren komplexe Sondermaschinen für Kunden weltweit und ist für seine hohe Innovationskraft im Bereich der Prüftechnik bekannt. Neben dem Prüfstandsbau und der Wirbelstromprüftechnik ist FGB unter anderem auf die Entwicklung und Herstellung von Direktantrieben sowie anspruchsvolle Montage- und Handlingsaufgaben spezialisiert. Immer wieder stellt sich FGB dabei neuen Herausforderungen und komplexen Projekten.